Aquarellpapier und Zeichenpapier für Künstler und Kreative

Welches Papier sich als Grundlage für deine kreativen Projekte eignet

Wenn du gerne zeichnest oder malst, dann brauchst du ein Papier, das dafür perfekt geeignet ist. Denn die Wahl des Papiers entscheidet, wie du darauf arbeiten kannst und wie dein kreatives Projekt am Ende aussieht. Manche Techniken lassen sich sogar nur auf bestimmten Papier umsetzen.

UNSERE PRODUKTE

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Nachfüllbarer Wassertankpinsel ist ein praktisches Utensil für Aquarelltechniken, besonders in Kombination mit wasserbasierten BrushPens wie ABT Dual Brush Pen. 3 verschiedene Pinselspitzen erhältlich.
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Wassertankpinsel, 3er Pack

Nachfüllbarer Wassertankpinsel ist ein praktisches Utensil für Aquarelltechniken, besonders in Kombination mit ABT Dual Brush Pens. Alle Pinselspitzen in einem Set.
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Das richtige Papier bringt deine Arbeit optimal zur Geltung

Papier für Künstler und Kreative ist von hoher Qualität. Es soll sich gut bearbeiten lassen, damit das fertige Werk optimal wirkt. Das Papier soll sich außerdem durch Temperatur, Lichteinwirkung oder den enthaltenen Säuregehalt möglichst wenig verändern.

Während es für Skizzen und Vorarbeiten weniger entscheidend ist, welches Papier du verwendest, lohnt sich für die Reinzeichnung oder Illustration auf jeden Fall ein Spezialpapier. Es bringt deine Arbeit erst richtig zur Geltung.

Sue und Yasmin, Aquarell-Künstlerinnen

Papiere für den Künstlerbedarf unterscheiden sich stark in ihren Oberflächen und ihren Texturen. Auch die Farbe spielt eine Rolle, so ist das Tombow Aquarellpapier sanft cremeweiß gefärbt, um die zart-durchscheinenden Aquarellfarben besonders schön zur Geltung zu bringen. Das Tombow Bristol Papier hat hingegen eine hellweiße Tönung, die besonders kontrastreich bei Zeichnungen mit Bleistift oder Fineliner wirkt und intensive Schattierungen ermöglicht.

Was bedeutet eigentlich Bristol Papier?

Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass viele Hersteller ihr Zeichenpapier auch als Bristol-Papier bezeichnen. Dies ist eine Bezeichnung für Papier, das aus mehrlagigen Bögen zusammengeklebt wird. Früher schickten Papierwerke ihre besten Papiere zum Kleben in die englische Stadt Bristol und so entstand die Bezeichnung, die eine besondere Qualität zum Ausdruck bringen sollte.

Bristol-Papier hat eine satinierte, glatte Oberfläche. Es eignet sich besonders für Entwürfe und Zeichnungen mit Feder und Tinte, und für Arbeiten mit Markern oder Brush Pens. Bristol-Papiere und Bristol-Kartons haben robuste Oberflächen und sind perfekt für Reinzeichnungen und Illustrationen, an denen du auch mal etwas länger und intensiver arbeitest.

Wähle das passende Papier für deine Maltechnik

Glatte Papiere wie der Zeichenblock Bristol sind besonders gut für Skizzen mit Bleistift und das Kolorieren mit Filzstiften oder das Handlettering mit Brush Pens geeignet.

Strukturiertes Papier ist für das Zeichnen mit Bleistift gut geeignet, denn das Graphit kann gut eingearbeitet werden. Du kannst es gut mit dem Finger verstreichen und verblenden. Im Gegensatz zu Skizzenpapier ist Zeichenpapier meist schwerer und dicker, dadurch lassen sich die Bögen länger bearbeiten und radieren – das Papier hält mehr aus. Oft wird es auch mit Kreppband fixiert, dann darf es nicht zu empfindlich sein, um beim anschließenden Ablösen nicht zu reißen.

Für Aquarelle mit Pinsel oder mit Brush Pens solltest du immer Aquarellpapier verwenden, denn es nimmt mehr Wasser auf und hat eine texturierte Oberfläche.

Säurefrei, lichtecht und alterungsbeständig – was bedeutet das bei Papier?

Auf Zeichen- und Malblöcken findet man oft verschiedene Bezeichnungen. Was bedeuten sie eigentlich?

Säurefrei: Für den Druck hochwertiger Publikationen und Grafiken verwenden Drucker überwiegend ein „alterungsbeständiges Papier“ oder „säurefreies Papier“. Es ist ohne freie Säuren hergestellt und überdauert Jahrhunderte.

Lichtecht: Lichtechtheit bedeutet, dass das Papier sich auch bei längerer Beleuchtung durch Sonnenlicht (UV-Licht) nicht sichtbar farblich verändert oder sogar zersetzt.

Alterungsbeständig: Papier wird aus natürlichen Materialien hergestellt und zerfällt im Laufe der Zeit. Bücher sowie hochwertiges Künstlerpapier muss so hergestellt werden, dass es alterungsbeständig ist. Das bedeutet, dass es eine Mindestlebensdauer von einigen 100 Jahren hat.

Radierfest: Du kannst auf dem Papier problemlos radieren, ohne dass du es dabei versehentlich aufraust.

Opazität: Opazität gibt an, wie lichtdurchlässig ein Papier ist. Farbe oder Schrift scheint nicht durch, wenn das Papier nicht lichtdurchlässig ist. Das hat nicht nur mit der Stärke des Papiers zu tun, auch dünnes Papier, beispielsweise für den Buchdruck, kann opak sein.

Wenn die Arbeiten am Computer fertig sind, drucke ich sie gerne aus und male mit Brush Pens weiter, um etwa Kleidung, Körper oder Haare herauszuarbeiten. So entsteht bei Mixed-Media-Arbeiten ein schöner Spannungsbogen zwischen unterschiedlichen Techniken.

Chen-Long Chung, Manga-ka und Illustrator

Aquarell-Papier ist die erste Wahl, wenn du mit Wasser arbeitest

Aquarellpapier wie der Tombow Aquarellblock ist gut für Arbeiten mit nassen Farben wie beim Aquarellieren geeignet. Dafür gibt es verschiedene Techniken. Du kannst das Papier vor dem eigentlichen Malen mit Wasser befeuchten. Die Farben lassen sich dann gut auftragen und das feste Papier liegt auch bei Feuchtigkeit trotzdem wellenfrei auf, weil es an zwei Kanten am Block verleimt ist. Weiterhin kannst du Nass-auf-Trocken aquarellieren, indem du die Farbe mit einem Pinsel oder Wassertankpinsel von der Palette aufnimmst und auf das trockene Papier malst. Oder du malst direkt mit dem ABT Dual Brush Pen auf das trockene Aquarellpapier vermalst die Farbe dann mit Pinsel und Wasser.

Wenn du gerne etwas künstlerischer mit verschiedenen Medien (Mixed Media) arbeitest, kannst du auch Entwürfe, die du beispielsweise am Computer mit digitalen Grafikprogrammen erstellt hast, auf Aquarellpapier ausdrucken und dann mit Aquarellfarben weiterbearbeiten. Wichtig ist dabei, dass du nicht auf die gedruckte Farbe malst, da wasserbasierte Farbe darauf nicht haftet, sondern den Entwurf auf den freien Flächen mit Aquarellfarbe vervollständigst.

Warum besonders glattes Papier beim Lettering sehr wichtig für die Spitzen deines Brush Pens ist

Beim Lettering mit Brush Pens ist sehr glattes Papier besonders vorteilhaft, denn die Pinselspitzen gleiten mit weniger Widerstand über die Papieroberfläche als bei rauem, unebenem Papier. Das ermöglicht einen sehr gleichmäßigen Pinselschwung. Vor allem aber wird die Pinselspitze geschont und franst weniger aus, wenn du auf glattem Papier arbeitest. Durch den mehr oder weniger stark ausgeübten Druck auf die Brush Pen Spitze, entstehen unterschiedlich dicke Strichbreiten. Damit erzeugst du das typische Schriftbild des Letterings. Da der Stift hierbei jedoch nicht nur gezogen, sondern auch gegen die feine Pinselspitze geschoben wird, ist es besonders wichtig, beim Schieben möglichst keinen Druck auszuüben und sehr glattes Papier zu verwenden, damit die Spitze vor dem Ausfransen geschützt ist. Arbeitest du mit viel Farbe und Wasser, ist ein Aquarellpapier empfehlenswert.

An das Papier für meine Illustrationen habe ich hohe Ansprüche, denn nichts ist ärgerlicher, als wenn es sich nach längerem Arbeiten mit dem Brush Pen plötzlich auflöst und krümelig wird.

Chen-Long Chung, Manga-ka und Illustrator

An den Kanten geleimt – wie bekomme ich das Aquarell-Papier vom Block?

Aquarellblöcke sind in der Regel an mehreren Kanten verbunden, das heißt an bis zu vier Kanten mit einer Leimschicht zusammengehalten. Dies hat den Vorteil, dass du beim Arbeiten immer ein gespanntes Blatt vor dir hast, auch wenn du das Blatt vorher mit Wasser bearbeitest. So lässt sich beim Aquarellieren sehr gut arbeiten, denn das Blatt verrutscht nicht.

Um das obere Blatt vom Block zu entfernen, gehst du am besten so vor:

  1. Warte, bis deine Arbeit vollständig getrocknet ist.
  2. Führe ein flaches, scharfes Messer in die Öffnung zwischen das erste und die folgenden Blätter.
  3. Fahre vorsichtig mit dem Messer an den Kanten des Blattes entlang und durchtrenne dabei den Leim.
  4. Trenne das obere Blatt vom Block.
  5. Entferne nun vom freien Blatt die Klebereste, damit sie nicht beim Lagern mit den anderen Blättern zusammenkleben.

Und schon ist der Block bereit für deine nächste Arbeit.

So solltest du dein Papier aufbewahren – und deine Kunstwerke

Um dein Papier und deine fertigen Arbeiten zu lagern, solltest du ein paar grundlegende Dinge beachten. Papier ist ein Naturprodukt, das aus Holz hergestellt wird. Entsprechend reagiert es auf Witterungseinflüsse. Es sollte trocken und ohne direkten Einfluss von Sonnenlicht aufbewahrt werden. Bei Feuchtigkeit kann es nämlich zu Flecken und Schimmelbildung kommen. Ist es jedoch zu trocken, kann das Papier spröde werden und brechen. Wenn du im Zweifel bist, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen ist, kannst du sie messen. Achte auch darauf, dass du das Papier nicht zu warm lagerst, also beispielsweise nicht auf einem ungedämmten Dachboden. Denn je kühler Papier gelagert wird, desto länger hält es sich.


Kreativität auf Papier.
In unserem Magazin findest du viele Beispiele.


Tipp: Teste verschiedene Papiere

Jeder Künstler arbeitet ein bisschen anders, mit mehr oder mit weniger Druck, mit mehr oder mit weniger Wasser – deshalb sind die Ansprüche an das Material auch unterschiedlich. Teste verschiedene Papiere, um zu sehen, was für dich am besten passt – und für deine Stifte.

Viel Spaß – und bleib kreativ.