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Interview mit Diana Meier-Soriat von Sketchnotes by diana

Interview mit Diana Meier-Soriat von Sketchnotes by diana
2 months ago No comments

Ob in Meetings, Vorlesungen oder Konferenzen – ständig und überall müssen wir uns wichtige Inhalte merken. Aber wer kennt es nicht? Gerade erst haben wir etwas gehört und schon haben wir es wieder vergessen. In den meisten Fällen reicht es eben nicht aus, einfach nur zuzuhören. Deswegen greifen viele Menschen auf eine Gedächtnisstütze in schriftlicher Form zurück – die klassische Notiz. Doch sich gute Notizen zu machen, ist gar nicht so leicht. Die Schwierigkeit liegt darin, das Gehörte einerseits schnell, andererseits aber auch so zu Papier zu bringen, dass man nach Tagen, Wochen oder gar Monaten noch weiß, was das Aufgeschriebene eigentlich bedeutet. Eine praktische und zeitsparende Möglichkeit das zu tun, bieten Sketchnotes. Mithilfe einer stark abstrahierenden Zeichenmethode werden z.B. Rezepte, To-Do Listen, aber auch Infografiken, Unternehmenszusammenhänge, oder Meeting-Protokolle für die Zukunft gespeichert und jederzeit abrufbar gemacht. Sketchnote-Profi Diana Meier-Soriat weiß, warum Visualisierung so wichtig ist: „Bilder erzeugen Gefühle. Ohne Gefühle können wir weder denken, noch lernen, noch verstehen. Umgekehrt sind Gefühle immer an Bilder geknüpft.Bildhafte Visualisierungen kann man nutzen, um anderen Menschen etwas verständlich zu machen. Visualisierungen lenken den Blick also auf das Wesentliche.“ Im folgenden Interview verrät sie uns, wie sie zum „Sketchnoting“ gekommen ist, und was sie daran so fasziniert.

Diana, seit wann machst du Sketchnotes und wie bist du dazu gekommen?

Ich habe Ende 2014 damit begonnen. Gezeichnet habe ich zwar schon als Kind und Jugendliche sehr gerne, allerdings dann jahrelang nicht mehr. Ende 2014 bin ich auf Sketchnotes gestoßen und war sofort „infiziert“.

Für Laien ­– kann wirklich jeder solche Sketchnotes zeichnen und was muss man beachten?

Oh ja, der beste Beweis sind meine Workshops. Ich habe viele Teilnehmer, die sagen: „Ich kann nicht zeichnen“ und sie sind ganz erstaunt, wenn sie sehen, was sie zustande bringen. Es gibt ein paar kleine Tipps und Tricks, die sehr einfach umzusetzen sind und es geht im Grunde darum das Wesentliche auf wenige Striche zu reduzieren. Wenn man diese Tipps beachtet, bekommt man erstaunliche Ergebnisse.

Was fasziniert dich an der Sketchnote-Welt?

Wir haben alle genug von langweiligen Power Point Präsentationen und den immer gleichen Stock Fotos. Botschaften, Prozesse und Erklärungen auf eine gehaltvolle Zeichnung zu reduzieren, macht Spaß und da wir alle visuelle Wesen sind, kommt die Botschaft viel besser an. Was mich außerdem fasziniert ist die stetig wachsende Community und vor allem der wunderbarer Zusammenhalt von Menschen aus den verschiedensten Bereichen.

Gab es einen Schlüsselmoment, in dem du gemerkt hast: „Das ist mein Stil“?

Ja, der kam relativ schnell. Jeder zeichnet das, was er kann und jeder, der regelmäßig Sketchnotes erstellt, wird seinen eigenen Stil entwickeln. Mittlerweise muss ich bei vielen gar nicht mehr den Namen sehen – ich sehe die Sketchnotes und weiß genau, wer sie erstellt hat.

Die Szene in Deutschland wächst stetig, wo hat das Sketchnoting seinen Ursprung?

Seinen Ursprung hat das „sich über Bilder auszudrücken“ wahrscheinlich schon vor 35.000 Jahren mit den Höhlenmalereien (Smiley?). Aber die Definition der sogenannten „Sketchnotes“ kommt aus Amerika und zwar von Mike Rohde, er ist der „Sketchnote Papst“ – wenn man das so sagen darf. Er hat sich in Meetings zu Tode gelangweilt und angefangen die Meetings als Sketchnotes zu „protokollieren“. Und aufgrund des positiven Feedbacks seine Erfahrung schlussendlich nach „außen“ getragen.

Woher nimmst du deine Inspiration?

Vor allem zu Beginn zog ich die meiste Inspiration aus den Social Media Kanälen. Zuerst schaut man, wie machen es die anderen? Was gefällt mir wo am besten? Und entwickelt so seinen Stil. Weitere Inspirationen findet man einfach im Leben selbst. Sei es im Business Meeting, während eines Vortrages, meinetwegen sogar während eines Elternabends, oder wenn man ein Rezept visualisieren möchte. ALLES kann gezeichnet werden! Wirklich ALLES!

Du verwendest für deine Arbeiten auch Produkte von Tombow. Was schätzt du an ihnen? Hast du einen „Lieblingshelfer“ von Tombow?

Das sind – was Farbakzente angeht – auf jeden Fall die ABT Dual Brush Pens, die Pinselspitze (vor allem die Pastellfarben) erlaubt das tolle Akzentuieren von Symbolen. Die Rundspitze erlaubt wunderbares Schreiben des Textes. Denn eine Sketchnote ist schließlich eine Bild- Wort-Kombination!

Gibt es irgendetwas, was du überhaupt nicht zeichnen kannst oder magst?

Hände kann ich gar nicht gut. Ich sollte es mal üben. Aber bei Sketchnotes zeichne ich ja Strichmännchen und die haben meist keine Hände, oder nur angedeutete. Und wenn ich doch eine Hand brauche, dann schaue ich eben bei Google Bilder! Und zeichne einfach ab.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für unser Interview. Wir wünschen dir weiterhin ganz viel Spaß und Erfolg mit deiner Arbeit.

Mehr über Diana und ihre Sketchnotes erfahrt ihr hier: https://www.sketchnotes-by-diana.com und auch auf Instagram: https://www.instagram.com/dianasoriat/